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Geschrieben von: Normen Ulbrich | In: Blog | Am: 02.10.2023

Wie baue ich als Führungskraft Beziehungsbrücken auf?

Als Führungskraft ist es wichtig, eine gute Beziehung zu den Mitarbeitenden aufzubauen. Doch wie schafft man es, Beziehungsbrücken zu errichten und aufrechtzuerhalten? Der Psychologe Carl Rogers, wurde 1902 geboren und verstarb am 1987. Er war einer der Begründer der humanistischen Psychologie und entwickelte die Personzentrierte Therapie, auch als Gesprächstherapie bekannt.

Carl Rogers‘ Arbeit konzentrierte sich auf die Bedeutung von Empathie, Akzeptanz und bedingungsloser positiver Wertschätzung in der Therapie. Er glaubte, dass Menschen sich am besten entwickeln und wachsen können, wenn sie in einer unterstützenden und nicht-wertenden Umgebung sind. Seine Ideen haben einen großen Einfluss auf die psychologische Therapie und Beratung gehabt und werden bis heute in der klinischen Praxis verwendet.

Die Wichtigkeit von Beziehungsbrücken als Führungskraft

Als Führungskraft ist es wichtig, Beziehungsbrücken aufzubauen. Eine gute Arbeitsbeziehung bildet das Fundament für eine produktive und erfolgreiche Zusammenarbeit. Eine positive Beziehung zwischen Mitarbeiter:innen und Führungskräften kann dazu beitragen, Konflikte zu minimieren, die Motivation der Mitarbeiter:innen zu steigern und letztendlich den Erfolg des Unternehmens zu fördern. Es geht nicht nur darum, dass die Mitarbeiter:innen sich untereinander besser kennenlernen, sondern auch darum, dass die Mitarbeiter:innen das Gefühl haben, dass Du Dich für sie interessierst und Dich um sie kümmerst. Indem Du Beziehungsbrücken aufbaust, schaffst Du ein Umfeld des Vertrauens und Respekts – zwei wichtige Aspekte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Echtheit * Empathie *bedingungslose Wertschätzung = Beziehung

Echtheit -Authentizität – Kongruenz

Es geht darum, dass Du als Führungskraft authentisch bist und Deine Mitarbeiter:innen das Gefühl haben, dass sie Dich wirklich kennen und verstehen können. Nur so kann eine echte Verbindung entstehen.  Selbst-Bewusstsein im eigentlichen Wortsinn bedeutet, im Einklang mit mir selbst zu sein. Es erfordert den Mut, sich ohne Fassade zu zeigen und seine Bedürfnisse offen zu formulieren. Es bedeutet auch, anderen einen Vertrauensvorschuss zu geben und sich verletzbar zu machen. Dabei geht es darum, greifbar zu werden und klare Konturen zu zeigen, ohne sich von Ängsten oder Unsicherheiten einschränken zu lassen. Selbst-Bewusstsein ist ein Schlüssel zur persönlichen Entfaltung und zu authentischen Beziehungen.

Dieses Konzept spielt eine entscheidende Rolle in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen, insbesondere wenn es um Empathie geht. Empathie bezieht sich auf die Fähigkeit, anderen Menschen tiefes Verständnis und Einfühlungsvermögen entgegenzubringen. Um Gedanken und Gefühle meines Gegenübers möglichst genau nachvollziehen zu können, ist es entscheidend, sowohl auf die verbalen als auch auf die nonverbalen Signale zu achten. Dies erfordert, dass ich mich in die Welt des Gegenübers einfühle, aktiv zuhöre und Resonanz spüre und ausdrücke. Wichtig ist dabei, präsent zu sein und meine eigenen Gedanken und Themen zurückzustellen, um eine tiefere Verbindung herstellen zu können. Auf diese Weise kann ich dazu beitragen, Missverständnisse zu vermeiden und Verständnisprobleme zu lösen.

Der renommierte Psychologe William James betonte einst, dass ein unausrottbares Merkmal im Wesen des Menschen sein Verlangen nach Anerkennung ist. Diese Worte erinnern uns daran, wie wichtig es ist, Menschen so anzunehmen, wie sie sind, auch wenn wir nicht immer ihrer Meinung sein müssen. Es geht darum, Anerkennung und eine Kommunikation des leistungsunabhängigen Selbstwerts zu fördern. Indem wir Menschen ganzheitlich betrachten und ihre Bedürfnisse nach Anerkennung und Wertschätzung anerkennen, können wir dazu beitragen, gesündere zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und ein unterstützendes Umfeld zu schaffen.

Beziehungsaufbau als Führungskraft

Beziehungsaufbau als Führungskraft erfordert daher Geduld und Ausdauer, um Vertrauen aufzubauen und eine positive Arbeitsbeziehung zu fördern.

Um Beziehungsbrücken als Führungskraft erfolgreich aufzubauen, ist es wichtig, sich Zeit für die Mitarbeiter:innen zu nehmen. Indem Du Dich aktiv mit ihnen beschäftigst – sei es durch Gespräche oder gemeinsame Aktivitäten -, zeigst Du Interesse an ihrer Persönlichkeit und ihren Bedürfnissen. Es geht darum sicherzustellen, dass sie das Gefühl haben gehört zu werden und ihre Meinungen zählen.

Der erfolgreiche Aufbau von Beziehungsbrücken zwischen einer Führungskraft und deren Mitarbeitenden essenziell für den Erfolg eines Unternehmens sein kann. Diese Brücken können nur dann entstehen, wenn man authentisch bleibt , Empathie zeigt sowie bedingungslose Wertschätzung vermittelt . Wenn diese Elemente berücksichtigt sind, kann dies dazu führen, dass Konflikte minimiert, Motivation gestärkt, wird und letztendlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann.

Über Aktives Zuhören habe ich einen separaten Blogartikel geschrieben, den Du hier findest.

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