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Geschrieben von: Normen Ulbrich | In: Blog | Am: 30.05.2022

Gesunde Teams entwickeln und leiten – für ein produktiveres Unternehmen

Was bedeutet ein:e gesunde:r Teamleiter:in zu sein? Und woran kannst Du erkennen, ob Dein Team gesund ist? Gibt es etwas zu verbessern? In diesem Beitrag werfen wir einen Blick darauf, was ein gesundes Team ausmacht. Wir geben Dir Tipps, wie Du ein Umfeld schaffen kannst, in dem Dein Team gedeiht. Unabhängig davon, ob Du zum ersten Mal ein Team aufbaust, oder ob Du bereits eine erfahrene Führungskraft bist, die nach Möglichkeiten sucht, ihr aktuelles Team zu weiter zu entwickeln und damit die Zusammenarbeit noch weiter zu verbessern.

Teamwork und Führungskräfte
Teamwork ist wichtiger denn je! (Quelle: Hannah Busing)

Was bedeutet „gesunde“ Teamleitung?

Gesunde Führung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Arbeitsumfeld. Sie sorgt nicht nur dafür, dass die Mitarbeiter:innen glücklich und produktiv sind, sondern hilft ihnen auch, ihre Gesundheit zu erhalten, damit diese auf Dauer erhalten bleibt.

Ein gesunder Arbeitsplatz wirkt sich direkt oder indirekt darauf aus, wie sich die Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt verhalten, was sich letztlich auf das Leistungsniveau und die geistige Verfassung auswirkt.

Was versprechen sich Manager:innen von gesunden Teams?

Gesunde Teams sind besser in der Lage:
Probleme zu lösen, innovativ zu sein, Burnouts zu vermeiden und Risiken besser einzuschätzen. Kurz gesagt: Gesunde Teams machen das Leben für alle Beteiligten einfacher und glücklicher (und so hält man auch mehr Spitzenmitarbeiter). Das soll natürlich nicht heißen, dass ungesunde Teams völlig nutzlos sind. Sie können die Arbeit genauso erledigen, aber oft zu einem höheren Preis gemessen an Stress und den verbrauchten Ressourcen. Wenn Du ein Team zusammenzustellst, sollte es optimal funktionieren. Das wird sich auf lange Sicht auszahlen. Gehen wir jetzt auf die Ziele einer gesunden Teamführung ein:

Bessere Problemlösung

Hinter jedem Genie steckt ein Team, sagt der Volksmund. Je mehr Menschen an der Lösung eines Problems arbeiten, desto schneller und besser wird die Lösung sein! Wenn wir uns die Fähigkeiten der anderen zunutze machen, um praktische Lösungen für unser Unternehmen zu finden, sagt die die Wissenschaft über Gruppenintelligenz: Mehr Köpfe sind besser als einer. Gruppen können Fehler schneller verwerfen als Einzelpersonen; wenn nicht genügend Informationen zusammenkommen.

Mehr Innovation

Gesunde Teams sind innovativer und finden kreativere Lösungen, weil sie in der Lage sind, offene und ehrliche Gespräche zu führen. Sie sind auch in der Lage, Feedback zu geben und zu erhalten, ohne sich defensiv zu fühlen. Wenn Teammitglieder sich sicher fühlen und experimentieren, ist es wahrscheinlicher, dass sie neue Lösungen finden, die zu bahnbrechenden Ergebnissen führen.

Ebenfalls spielt Diversität eine große Rolle, denn laut aktuellen Studien wissen wir, dass vielfältige Teams kreativer sind und bis zu 35 % mehr leisten als homogene Teams. Anstatt Probleme aus der individuellen Perspektive zu betrachten, erhält man einen 360-Grad-Blick auf ein Problem, was zu einem exponentiellen Wachstum von Lösungen führen kann.

Gesundes Team = Burnout-Prävention

Die durchschnittliche Zahl, der mit Burnout diagnostizierten Fälle hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt, und es gibt inzwischen rund 4 Millionen Krankheitstage aufgrund dieser Erkrankungen. Das Gesamtvolumen aller in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Arbeitnehmer (Statista, Stand 2020) wird auf fast verzehnfacht. Von 13,9 pro 1000 Mitglieder sind es 2020 bereits 129,8 Krankheitstage.

Einer für alle und alle für einen

Teammitglieder unterstützen sich gegenseitig emotional. Sie verstehen die Anforderungen und den Stress bei der Erledigung ihrer Arbeit oft besser als Manager:innen. Das sagt der leitende Forscher Ben Wigert von Gallup’s workplace management practice.

Bessere Risikoabschätzung

Wenn Du alleine arbeitest, ist es leicht, an sich selbst zu zweifeln und weniger Vertrauen zu haben. Aber wenn man Kolleg:innen um sich hat, die bei jedem Schritt unterstützen – auch wenn sie mit der Entscheidung nicht einverstanden sind – wird man mehr Risiken eingehen, was uns zu mehr Kreativität führt!

Tipps für ein gesundes Team

Diese Schritte können aktiv eingesetzt werden um ein gesundes Team zu führen:

Fördere einen gesunden Lebensstil für Deine Teammitglieder

Führungskräfte sind oft diejenigen, die den Ton bei ihren Teams angeben. Deshalb ist es wichtig, dass sie einen gesunden Lebensstil für ihre Teammitglieder fördern. Es gibt ein paar einfache Möglichkeiten, dies zu tun. Erstens: Ermutige deine Teammitglieder, sich gesund zu ernähren, indem Du bei Teamtreffen und Veranstaltungen gesunde Snacks anbietest. Außerdem kann man körperliche Aktivitäten fördern, indem Teamausflüge in den Park oder ins Fitnessstudio organisiert werden. Und schließlich sollten die Manager:innen selbst einen gesunden Lebensstil vorleben, indem sie sich gesund ernähren und regelmäßig Sport treiben. Indem Du einen gesunden Lebensstil für Deine Teammitglieder förderst, wird ein Arbeitsumfeld geschaffen, das sowohl produktiv ist, als auch Spaß macht.

Workload Management

Wenn sich Teammitglieder von der Arbeitsbelastung überfordert fühlen, ist das ein gängiges Problem zu dem es viele Lösungsansätze gibt. Tatsächlich zeigen Studien, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer nur 3-4 Stunden am Tag produktiv ist.

Wie kann man sein Team am besten beraten zum Thema Workload? Hier sind ein paar Tipps:

  • Setze Prioritäten und halte Dich an sie. Wenn du eine Million Dinge auf deiner To-Do-Liste hast, ist es leicht, dass Du Dich und Dein Team überforderst und am Ende nichts getan wird. Überlege dir, was am wichtigsten ist: Arbeite an diesem Thema, bis es erledigt ist, bevor Du Dich der nächsten widmest. Tools wie Asana erlauben eine effektive und einfache Prioritätssetzung für Projekte und Teams.
  • Ermutige Dein Team Pausen zu machen. Es mag kontraintuitiv erscheinen, aber Pausen zu machen, kann tatsächlich helfen, produktiver zu sein. Wenn Du eine Weile an einer Sache gearbeitet hast, wird das Gehirn müde und Fehler entstehen schneller. Wenn Du die Arbeit für ein paar Minuten unterbrichst, wird der Geist erfrischt und Du kommst mit frischem Kopf zurück.
  • Erlaube Deinen Mitarbeiter:innen zu sagen: „Das ist zu viel für mich“. Aufgaben können dann zeitnah umverteilt werden und können von Kolleg:innen bearbeitet werden.

Kommunikation ist King

Dein Team erwartet von Dir Führung, Unterstützung und vor allem eine klare und präzise Kommunikation. Wenn Beschäftigte das Gefühl haben, dass sie sich mit Fragen oder Anliegen nicht an ihre Führungskraft wenden können, entsteht sofort eine Kluft zwischen den beiden Gruppen. Und wie wir jetzt wissen, ist ein ungesundes Team ein weniger produktives Team. Um ein gesundes Team aufzubauen – eines, das offen und häufig kommuniziert – ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter:innen wohl fühlen, wenn sie mit ihren Anliegen zu Dir kommen. Egal, ob es sich um ein arbeitsbezogenes Problem oder etwas Persönliches handelt, lass Deine Mitarbeiter:innen wissen, dass Du immer ein offenes Ohr für sie hast. Vorgesetzte, die sich die Zeit nehmen, ihren Mitarbeiter:innen zuzuhören und eine offene Kommunikation fördern, werden mit größerer Wahrscheinlichkeit ein starkes, gesundes Team aufbauen.

Anonymisiere Feedback

Führungskräfte sind oft schnell dabei, um Feedback zu bitten, aber sie sind vielleicht nicht so erpicht darauf, zu hören, was die Beschäftigten anonym zu sagen haben. Anonymes Feedback kann jedoch ein wertvolles Instrument für Führungskräfte sein, die eine ehrliche Einschätzung der Arbeitsmoral ihres Teams erhalten wollen. Wenn die Beschäftigten frei sprechen können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, sind sie eher bereit, Unmut oder Kritik zu äußern. Anonymes Feedback kann den Führungskräften helfen, Probleme zu erkennen, die ihnen vielleicht nicht bewusst sind. Es kann auch dazu beitragen, Vertrauen zwischen Führungskräften und Beschäftigten aufzubauen, da es zeigt, dass die Führungskraft daran interessiert ist, alle Standpunkte zu hören. Letztlich kann anonymes Feedback ein hilfreicher Weg sein, um eine offene Kommunikation zu fördern und die Arbeitsmoral zu verbessern.

Neuro-Leadership

Neuroleadership ist die Lehre davon, wie das Gehirn das Führungsverhalten und die Entscheidungsfindung beeinflusst. Wenn du verstehst, wie das Gehirn funktioniert, können Führungskräfte lernen, ihre Gefühle und Gedanken besser zu kontrollieren und fundiertere Entscheidungen zu treffen. Neuro-Leadership hat daher das Potenzial, die Qualität der Führung zu verbessern und den Führungskräften zu helfen, ihren Organisationen und Mitarbeitern besser zu dienen. Als Leader:in solltest du dir Zeit nehmen, um die besten Führungtechniken zu erlernen und umsetzen zu können. (Buche hierzu gerne einen Termin bei uns)

Teile was Du lernst

Führungskräfte werden nicht geboren, sie werden gemacht. Das Gleiche gilt für gute Führungspersönlichkeiten – sie werden nicht geboren, sondern entwickeln sich durch jahrelange Erfahrung aller Art. Auch aus der Fähigkeit aus Fehlern zu lernen. Führungskräfte wissen, dass sie nicht alles wissen können, deshalb lernen sie ständig dazu. Sie werden besser, wenn sie aus ihren Fehlern lernen und das Gelernte mit ihrem Team teilen. Führungskräfte wissen auch, dass sie, wenn sie ihre Erfahrungen mit ihrem Team teilen, zeigen, dass sie menschlich sind und dass sie ihrem Team vertrauen, dass es ihnen hilft, sich zu entwickeln. Wenn Du Deinem Team zeigen möchtest, dass Du eine starke Führungskraft bist, beginne damit, Deine Erfahrungen regelmäßig mit Kolleg:innen zu teilen. Zudem steigert das Teilen von Learnings das Vertrauen zum Team, da Learnings von Deinen Mitarbeiter:innen auch geteilt wird.

Zusammenfassung für Führungskräfte

Wir haben uns angesehen, was ein gesundes Team ausmacht und wie es sich auf die Gesamtproduktivität des Unternehmens auswirkt. Führungskräfte, die ihre Teams erfolgreich führen wollen sollten sich um die holistische Gesundheit bemühen: Die körperliche, geistige, emotionale und soziale Gesundheit. Es gibt vieles, die Führungskräfte tun, um ein solches Umfeld zu schaffen. Es geht darum, einen offenen und kommunikativen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem jede:r ermutigt wird, seine Ideen mit anderen zu teilen, voneinander zu lernen und Risiken einzugehen.

Fördere einen gesunden Lebensstil aller Teammitglieder:innen, teile das Arbeitspensum effektiv ein und erfrage bei Bedarf nach anonymem Feedback. Auch die Prinzipien der Neuro-Führung können bei der Entwicklung eines gesunden Teams eine Rolle spielen. Indem Du, was du selbst lernst, innerhalb des Unternehmens weitergibst, schaffst Du eine Atmosphäre des Lernens und des Wachstums, in der ein Team gut gedeihen kann.

Gesunde Teams entstehen nicht von selbst. Es ist die Aufgabe der Führungskräfte, einen Rahmen zu schaffen, in dem Gesundheit und Produktivität förderlich sind.

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